Und immer wieder diese Streifen

Gerade haben wir uns noch über die schönen grünen Felder Ende Februar und Anfang März gefreut. Doch schon bekommt unsere Freude wieder die ersten unsanften Dämpfer. Wie sehen denn plötzlich viele Wintergerstenschläge aus! Diejenigen, wo die erste Stickstoffgabe noch nicht wirkt, hellen seit einigen Tagen deutlich auf – grün-schmutziggelb gefleckt bieten sie sich dem Auge des Betrachters dar. Aber das sind glücklicherweise nur noch wenige Ausnahmen. Viel öfter fallen seit einigen Tagen gestreifte Gerstenfelder unterschiedlicher Coleur auf: mal wenige breite Streifen, mal viele schmale Streifen in Fahrtrichtung oder auch schräg und in allen Variationen. Nicht gemeint sind jetzt die verhältnismäßig wenigen gelben Flecke durch das Gelbmosaikvirus Typ 2.

alle Frühjahre wieder - die technologische Streifenkrankheit in der Wintergerste
Die gelben Streifen auf dem Foto oben dürften jedem bekannt vorkommen. Ungleichmäßige Ausbringung des Stickstoffs mit dem Düngerstreuer sorgt alle Jahre wieder für die „technologische Streifenkrankheit“ auf so manchen Äckern.
Im letzten Herbst war es bei der Bestellung oft zu nass. Die aufgehellten und verdichteten Radspuren von Grubber und Drille sind jetzt im Frühjahr die Folge.
Und dieses Bild werden wir in diesem Frühjahr wahrscheinlich auch öfter zu sehen bekommen: Hier wurde der Stickstoff gleichmäßig als AHL ausgebracht. Aber da die letzte Herbstbestellung unter oft zu nassen Bedingungen erfolgen musste, zeigen sich insbesondere auf den schwereren Böden Strukturschäden. Die Fahrspuren von Grubber und Drille sind oft aufgehellt. Hier leidet die Gerste unter Bodenverdichtung. Das zeigt sie mit mehr gelben Blättern und einer höheren Krankheitsanfälligkeit.
Die Bodenverdichtung können Sie nicht wegzaubern, aber ihrer Gerste durch eine kleine zusätzliche Stickstoffgabe (möglichst übers Blatt), Mikronährstoffe (Mn, Cu, Zn), Bittersalz und wenn nötig eine kleine Fungizidgabe bei passenden Witterungsbedingungen zumindest etwas helfen.

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