Krankheiten und Schädlinge im Februar

Was tut sich auf unseren Feldern bei dem doch verhältnismäßig milden Wetter? Dazu ein paar Fotos (aufgenommen in der Zeit vom 4. bis 12. Februar 2008):

Mäusefraß in Wintergerste Die Feldmäuse nehmen seit dem milden Winter 2006/07 stark zu. Im vergangenen Herbst waren nach ca. 20 Jahren mit sehr schwachem Auftreten auch in unserer Region wieder vereinzelte Bekämpfungsmaßnahmen notwendig geworden. Wie man sieht, ruhen sie auch in solchen milden Wintern nicht und machen hier der Gerste sichtbar zu schaffen. Da eine chemische Bekämpfung schwierig ist, denken Sie an ihre Helfer, die Greifvögel und schaffen für sie mit Sitzkrücken Gelegenheiten, von denen aus sie auf Ihren Feldern auf Mäusejagd gehen können.
Besonders die Sorte Lomerit zeigt jetzt schon starken Mehltaubefall. Auch der frische Mehltau sprüht schon wieder, hier in der anfälligen Wintergerstensorte Lomerit. Aber zur Zeit sollte man ihn nicht überbewerten. Denn das Wetter kann hier noch einiges zum Positiven wenden. Und in der Gerste wirken ja bekanntlich noch viele Fungizide gut gegen Mehltau.
An der hellgrünen Farbe sind die Trespen im Weizen derzeit gut zu erkennen. Auch wenn die Trespe weder zu den Krankheiten noch zu den Schädlingen gehört – auf sie zu achten ist wichtig! Denn die Trespenbekämpfung in Winterweizen, -roggen und -triticale sollte eine der ersten Pflanzenschutzmaßnahmen im Frühjahr sein. Denn je größer die Trespe wird, um so schwerer lässt sie sich bekämpfen!
Die taube Trespe fühlt sich weich an und ist an der Blattoberseite behaart. Die Trespen lassen sich z.B. im Weizen derzeit gut erkennen. Sie heben sich durch ihre hellgrüne Farbe deutlich vom dunkleren Weizen ab (siehe Foto oben)! Außerdem fühlt sich das Trespenblatt weicher an als das vom Weizen, und die Trespe ist auf der Blattoberseite behaart.
Kontrollieren Sie besonders die Schlagränder, denn von dort aus beginnt sie sich auszubreiten.
Raps im Februar mit geschädigten Wurzeln Zur Zeit fallen auf den Rapsschlägen einzelne rote, meist schon fast abgestorbene Pflänzchen auf, die sich über den ganzen Schlag verteilen. Allerdings sind sie zahlenmäßig so gering, dass sie den Rapsbestand und -ertrag nicht gefährden.
von Kohlfliegenlarven abgefressene Rapswurzel Zieht man diese Pflänzchen heraus, haben sie meist keine Wurzeln mehr und versuchen mit letzter Kraft, neue Würzelchen zu bilden. Hauptursache für die fehlenden Wurzeln waren mal wieder die Larven der Kohlfliege im Herbst. Aber vereinzelt sind auch andere Bodenschädlinge schuld, wie z.B. Drahtwürmer. Und den letzten Rest haben dann Schadpilze wie Phoma usw. der Pflanze gegeben, die die geschädigte Wurzel dann vollends abfaulen ließen. Aber wie gesagt, da die Anzahl der geschädigten Pflanzen relativ gering ist, dürfte dieser Sachverhalt nicht ertragswirksam werden. Allerdings ist und bleibt Phoma in diesem Frühjahr ganz sicher einer unserer Hauptfeinde, gegen den alles, was möglich ist, getan werden muss.

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