Die Trockenheit schlägt zu

Die letzten 2-8 mm Regen fielen am 12. und 13. April. Und neue Niederschläge sind noch nicht in Aussicht. Seit dem 20. März hat es ganze 18 mm geregnet, in einigen Gebieten auch weniger. Diese extreme Frühjahrstrockenheit macht der Landwirtschaft hier im Norden inzwischen  schwer zu schaffen.Vor allem der oft sehr spät und nass eingedrillte Raps und die spät gesäte Wintergerste leiden aufgrund ihrer schwach entwickelten Wurzeln besonders unter der Trockenheit. Auf den leichteren Böden leidet auch der Weizen schon ganz erheblich.

schwacher Raps Frühjahr 2011

Foto oben: Was soll aus diesem Raps noch werden?

Für 2011 durchschnittlicher Winterraps Ende April 2011

Foto: So ein Raps wie dieser lässt immerhin noch einen Ertrag von über 30 dt/ha erwarten.

Doch wie sehr die Bestände unter der Trockenheit leiden, hängt nicht nur vom Boden allein ab. Neben den Aussaatsbedingungen spielt die Nährstoffversorgung hierbei eine ganz besondere Rolle. Gut mit allen notwendigen Nährstoffen versorgte Pflanzen sind deutlich wüchsiger und leiden nicht so sehr unter der Trockenheit wie schlechter versorgte. Ganz deutlich wird das in diesem Frühjahr beim Stickstoff. Dort, wo zum Beispiel zum Weizen die zweite N-Gabe vor Mitte April gestreut wurde und deshalb aufgrund der Bodenfeuchte noch zur Wirkung kam, leidet der Weizen bisher kaum oder gar nicht unter Trockenstress. Dagegen dort, wo der Stickstoff später in die Trockenheit gestreut wurde und den Pflanzen nur die 60 oder 80 kg der ersten N-Gabe zur Verfügung stehen und auch die Nachlieferung aus dem Boden gering ist, welken die Pflanzen und beginnen auch die Triebe zu reduzieren.
Ganz wichtig ist auch eine gute Manganversorgung, da Mangan den Trockenstress verringert.

Rüben und Sommergetreide sind gut aufgelaufen. Die meisten Rübenbestände haben jetzt das 2-Blattstadium erreicht.  Das Sommergetreide beginnt sich zu bestocken.

In der kommenden Woche soll es ja nun theoretisch den einen oder anderen Schauer geben. Hoffen wir also, dass wir praktisch auch etwas davon abbekommen.

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