Das Wintergetreide kommt in die Erde

Nach längerer Pause geht’s nun endlich wieder weiter. Seit meinem letzten Bericht ist ’ne Menge Zeit ins Land gegangen. Inzwischen ist die Ernte unter schwierigsten Bedingungen eingebracht und die Herbstbestellung bereits zu zwei Dritteln geschafft. Aber hier nochmal zusammengefasst:

Schmachtkorn als Folge des Gelbverzwergungsvirus Unter oft widrigen Bedingungen mit langen Regenpausen musste in diesem Jahr der Weizen geerntet werden. Die Erträge schwankten zwischen 90 dt/ha an der Küste und unter 50 dt/ha auf den leichten Standorten. Hauptursachen waren Auswinterungsschäden durch den kurzzeitigen Frosteinbruch Ende Januar (vor allem Sorte Tommi), dann die 6-wöchige Trockenheit im April/ Mai und oft auch der Befall mit dem Gerstengelbverzwergungsvirus. Foto links: „Schmachtähren“, verursacht durch das Gelbverzwergungsvirus
Virusnester im Weizen Virusnester des Gerstengelbverzwergungsvirus in einem Weizenbestand kurz vor der Ernte
Der neue Raps läuft auf Auch die Rapsaussaat konnte nur zögerlich erfolgen. Sie wurde immer wieder durch Regen unterbrochen. Doch letztendlich wurden immerhin ca. 90% der geplanten Flächen eingedrillt, wenn auch teilweise unter sehr ungünstigen Bedingungen. Ein Teil der Flächen befindet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt immer noch im Keimblattstadium.
Die Schnecken hatten fast das ganze Jahr gute Entwicklungsbedingungen. Ackerschnecken sind in diesem nassen Herbst auf vielen Raps- und Getreideschlägen ein echtes Problem. Man findet sie in allen Arten und Größen vor.
Das Wintergetreide kommt in den Boden. Die Wintergerste ist inzwischen im Boden und auch über die Hälfte des Winterweizens.
Kaum hat das Getreide das erste Blatt, sind auch die Blattläuse schon wieder da! Aber kaum schiebt das Getreide das erste Blatt aus der Erde hervor, lauert schon wieder neue Gefahr: Die Blattläuse (zu einem großen Teil virusinfiziert!!!) besiedeln sofort die neue Saat. Da helfen nur insektizide Beizen oder eine frühzeitige Behandlung der Schläge!

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