Auf geht’s – der Acker ruft!

Und wieder geht ein Winter zu Ende, der eigentlich gar keiner war. Raps und Getreide konnten fast ohne Pause langsam vor sich hinwachsen, so dass die meisten Bestände jetzt besser aussehen als im November. Auch die Natur scheint schon voll auf Frühling eingestellt zu sein: Singvögel wie Fink und Meise, die man sonst erst im März hört, sind schon fleißig am Tirilieren. Die Kraniche sind erst gar nicht abgeflogen. Den ganzen Winter konnte man ihr Geschrei hören, und natürlich werden sie hier auch ihre Brut großziehen. Auch die Ameisen sind schon wieder am Wirken und renovieren ihre Baue, die z.B. irgendwelche Wildschweine ihnen im Laufe des Winters zerwühlt haben. ….Alles Anzeichen, dass der Winter ausgespielt hat und demnächst seinen Hut nehmen muss. Sicher wird es auch im März oder April noch ein paar Frostnächte oder auch -tage geben, aber mit einer längeren Schnee- und Eisperiode ist wohl nicht mehr zu rechnen.

Wie schaut’s denn nun auf dem Acker aus? Die folgenden Fotos sind in der Zeit vom 4. bis 12. Februar 08 entstanden.

Früher Winterweizen Sorte Dekan am 04. 02. 08 Der Septemberweizen hat sich gut bestockt und sieht allgemein recht üppig aus. Da es sich bei den Frühsaaten meist um die Sorten Dekan und Discus handelt, halten sich auch die Krankheiten nach diesem Winter sehr in Grenzen. Also kein Vergleich mit den erst überwachsenen, dann fast ausgefrorenen und später dann im Braunrost erstickenden Beständen des Vorjahres!
Aber auch die späteren Weizensaaten konnten sich gut entwickeln. Die späteren Weizensaaten konnten sich aufgrund des milden Winters ebenfalls gut entwickeln.
Auch die Wintergerste steht gut im Futter. Auch die Wintergerste steht allgemein gut im Futter. Allerdings zeigen sich jetzt Fehler bei der Bodenbearbeitung und Strukturschäden gerade bei der Gerste sehr deutlich.
Der Raps konnte sich aufgrund des milden Winters noch gut entwickeln. Die Rapsbestände haben sich über Winter ebenfalls gut weiterentwickeln können und sehen jetzt besser aus als im November. Allerdings darf man 2 Dinge nicht vergessen:1. dass aufgrund des ständigen hohen Wasserangebotes die Wurzeln relativ schwach entwickelt sind und2. den zur Zeit extrem hohen Phomadruck
   

Viele Betriebe nutzen die trockene Witterung in dieser Woche und beginnen mit der Ausbringung von Stickstoff und Grunddüngern. Die Bodengehalte an pflanzenverfügbarem Stickstoff sind nach ersten Bodenuntersuchungen eher gering bis durchschnittlich, so dass besonders der Raps schon versorgt werden kann. Allerdings sollten derzeit N-Dünger wie Harnstoff, SSA oder Piammon bevorzugt werden und nitratreiche Dünger wie z.B. KAS noch in den Lägern bleiben, um das Wachstum der Pflanzen nicht zu stark zu forcieren – Sonst könnten sie bei einem späteren Kälteeinbruch aufgrund ihrer geringeren Winterhärte leicht Schaden nehmen.

-Soweit ein erster kurzer Überblick nach der Winterpause. Mehr dann demnächst.

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