Zusammenfassung 2015 – hohe Getreideerträge, aber fallende Preise

Der Winter 2014/15 war sehr mild und nahezu frost- und schneefrei, so dass es keine nennenswerten Auswinterungsschäden bei den üppig entwickelten Kulturen gab.

völlig überwachsener Winterweizen Sorte "Discus" im Februar 2015

völlig überwachsener Winterweizen Sorte „Discus“ im Februar 2015

Die Vegetation begann bereits Anfang März wieder und damit ebenso früh wie im vergangenen Jahr. Im April und Mai folgte aber eine kühlere Witterungsphase, die die weitere Entwicklung der Kulturen bremste. Diese Witterung und die relativ geringen Niederschläge bis einschließlich Juni hemmte auch das stärkere Auftreten vieler Krankheiten und Schädlinge, so dass es im Frühjahr nach dem stärkeren Blattlausauftreten im Getreide  und dem starken Befall mit Kleiner Kohlfliege und Rapserdfloh im Raps im Herbst keine weiteren Auffälligkeiten gab.
Die Sommerungen hatten allesamt mit der kühlen Frühjahrswitterung zu kämpfen und kamen nur schwer in Gang. Erst Ende Juni/Anfang Juli kam es zu einem deutlichen Wachstumsschub. Die Erträge der Sommerkulturen fielen in diesem Jahr durchschnittlich aus. Der Mais wurde durch die nur langsam zunehmenden Trockenmassegehalte erst deutlich später reif als gewöhnlich.
Auch der Winterraps brachte nach all den Problemen im Herbst noch durchschnittliche Erträge. Überraschend hoch fielen die Erträge bei der Wintergerste aus, und auch der Winterweizen brachte oft überdurchschnittliche Erträge. Leider bewegten sich die Preise für Raps und Getreide in einem deutlichen Abwärtstrend, so dass auch im Jahr 2015 die Bäume nicht in den Himmel wuchsen.
Die Winterkulturen konnten im großen und ganzen unter recht günstigen Bedingungen bestellt werden. Aufgrund einiger längerer Nässeperioden im August und September, die zeitweise die Bestellung von Raps und Winterweizen verzögerten, war die Herbstentwicklung dann längst nicht so üppig wie im vergangenen Jahr, sondern fiel eher durchschnittlich bis verhalten aus. Auch Schädlinge wie Rapserdfloh und Kleine Kohlfliege traten glücklicherweise deutlich schwächer in Erscheinung als 2014. Der November war mit einer Durchschnittstemperatur von +7,4 °C  (DWD, Schwerin) dann der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Diese sehr milde Witterung ermöglichte weiterhin Wachstum und Entwicklung der Winterungen, so dass Wachstumsrückstände  bis Mitte November allgemein aufgeholt waren und die Felder insgesamt einen erfreulichen Anblick boten. Auch der Dezember zeigt sich rekordverdächtig mild, so dass das Wachstum auf den Äckern weiter anhält und noch keine Vegetationsruhe eingesetzt hat.

 

 

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