Was tun mit schwachem Raps?

So wie hier sieht es in diesem Jahr Ende September leider noch auf vielen Rapsfeldern aus.

So wie hier sieht es in diesem Jahr Ende September leider noch auf vielen Rapsfeldern aus ….

....und so sollte er eigentlich aussehen. Doch das ist in diesem Jahr nur auf einigen wenigen, meist milderen Standorten der Fall.

….und so sollte es eigentlich aussehen. Doch das ist nur auf einigen wenigen, meist milderen Standorten der Fall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Rapsbestände im Norden sind besonders auf den schwereren Standorten in diesem Jahr aufgrund der ungünstigen Aussaatbedingungen und starker Niederschläge nach der Saat nur sehr schwach entwickelt. Sie haben gerade mal das 2-bis-3-Blatt-Stadium erreicht. – Damit schwinden die Chancen für einen guten Rapsertrag im kommenden Jahr natürlich schon wieder ganz rapide. Hier hilft nur noch, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um diese kleinen Rapspflänzchen so gut wie möglich zu fördern.
Das heißt:

  • optimale Nährstoffversorgung (das ist in der Regel zumindest beim Stickstoff bereits geschehen, der ja laut neuer Düngeverordnung vor dem 1. Oktober auf den Rapsflächen ausgebracht sein muss).
  • Aber Stickstoff allein genügt natürlich nicht. Auch eine ausreichende Versorgung mit allen anderen Nährstoffen sollte gewährleistet sein. Günstig wirkt sich auch eine P- und K-Düngung im Herbst aus, weil die Nährstoffe dann unmittelbar im sehr geringen Wurzelhorizont der Rapspflänzchen zur Verfügung stehen.
  • Für eine höhere Winterfestigkeit sollte der Raps 300 g/ha Bor im Herbst bekommen, bei den kleinen Pflänzchen ab 3 – 4-Blatt-Stadium und sinnvollerweise in 2 Gaben.
  • 3 – 5 kg/ha Bittersalz sorgen für eine zusätzliche Schwefel- und Magnesium-Gabe übers Blatt, da die Nährstoofaufnahme über das Wurzelsystem aufgrund der schwachen Entwicklung stark eingeschränkt ist.
  • Auf leichteren Standorten ist auch auf eine ausreichende Manganversorgung zu achten.
  • Rapserdflöhe traten in diesem Jahr schon sehr zeitig und teilweise sehr stark auf, und die Besiedelung der Flächen hält weiterhin an, so dass auch im Oktober noch mindestens eine weitere Bekämpfungsmaßnahme erforderlich sein wird. Denn gerade bei den schwachen Pflanzen schädigt der Rapserdfloh sowohl durch Fraßschäden an den Blättern als auch durch die Larven in den Blattstielen und schlimmstenfalls im Herz der Pflanzen.
  • Auch auf Ackerschnecken muss bei den schwach entwickelten Beständen weiterhin geachtet werden. Auch wenn sie jetzt nicht mehr in der Lage sind, ganze Pflanzen wegzufressen, hindern sie durch permanenten Blattfraß die Pflanzen doch erheblich am weiteren Wachstum.
  • Und last not least sollte natürlich eine eventuelle Konkurrenz durch Unkräuter und Ungräser rechtzeitig ausgeschaltet werden.

Wenn man alles beachtet und durchgeführt hat, kann man nur noch auf einen milden Herbst- und Winterverlauf hoffen. Toi, Toi, Toi! 🙂

 

Ein Kommentar:

  1. Hallo liebe Besucher!
    Erstmal wünsche ich allen einen schönen Einheitstag 🙂 und möchte mitteilen, dass ab jetzt wieder Kommentare zu meinen Beiträgen möglich sind. Ich hoffe zumindest, dass ich nun eine Lösung gegen den Massenspam gefunden habe 🙂 .

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