Warten auf Regen

Die Landwirte im Norden Deutschlands warten immer noch händeringend auf Regen. Im Mai sind ganze 12 mm gefallen -das sind nur ein Fünftel des langjährigen Durchschnitts. Und im Juni bisher noch nicht ein Tropfen! Viel zu wenig für die Ackerkulturen, die in dieser intensiven Wachstumsphase jede Menge Wasser brauchen. Erschwerend für die Pflanzen kommt hinzu, dass ihre Wurzeln aufgrund des ewig nassen Herbstes und Winters nur schwach entwickelt sind, so dass sie jetzt nicht bis in die Bodentiefen reichen, wo sie noch Wasser finden könnten. Und das alles bei hochsommerlichen Temperaturen!
Auf den leichten Böden ist der Weizen zum großen Teil bereits vertrocknet!
Die beiden oberen Fotos zeigen Weizenschläge auf leichtem Boden, die bereits zum großen Teil vertrocknet sind. Fotografiert am 6. Juni 2008.
vertrockneter Weizen auf leichtem Boden durch die Mai-Trockenheit
Auf dem unteren Foto ist ein Maisfeld mit zahlreichen Lehmkuppen zu sehen, auf denen der Mais nicht auflaufen konnte, weil er beim Keimen vertrocknet ist.
auf den schweren Lehmkuppen ist auch der Mais vertrocknet
Aber die Trockenheit betrifft nicht nur Weizen und Mais. Auf den leichten Standorten sind inzwischen alle Kulturen stark durch Trockenschäden beeinträchtigt. Auf den mittleren Böden zeichnen viele Getreide- und Rapsbestände ebenfalls bereits deutlich durch die Trockenheit. Wintergerste und Roggen werden auf diesen Standorten oft nur noch Schmachtkorn bilden. Der Ertrag des Sommergetreides wird erheblich vom hoffentlich bald einsetzenden Regen bestimmt werden. Einzig auf unseren guten Standorten haben der Weizen und der Raps die Trockenheit bisher ohne große Schäden überstanden. Die Gerste zeigt aber auch hier schon jeden Fleck mit schlechterer Wasserversorgung mit verfrühter Abreife an. Mais siehe Foto! Erstaunlich gut halten sich bisher noch die Zuckerrüben. Aber davon gibt es leider nicht mehr allzu viele. Ab Mitte der kommenden Woche soll es laut DWD endlich zu einer Wetteränderung kommen, die auch etwas Regen verspricht. Hoffen wir, dass es ausreicht, um wenigstens auf den besseren Böden noch eine passable Ernte einzufahren.
 
 
 

Ein Kommentar:

  1. ist der vertrocknete Weizen überhaupt noch als Stroh zu gebrauchen ?.

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