Trockenzeit

Heute ist schon der 8. Mai und noch immer ist kein Regen gefallen! Die Situation auf den Feldern wird von Tag zu Tag kritischer. Auch auf guten Böden werfen schon viele Weizenschläge einen großen Teil der Nebentriebe ab und dünnen sich stark aus. Besonders betroffen sind Weizen nach Weizen bzw. anderen Getreidearten und Bestände mit schwacher Wurzelentwicklung. Auch die Sorte Akteur reagiert sehr empfindlich auf Trockenstress. Außerdem hängt die Schwere der Trockenschäden auch entscheidend von der Nährstoffversorgung der Pflanzen ab. Wo die 2. N-Gabe aufgrund der Trockenheit noch nicht zur Wirkung kam, bauen die Bestände jetzt besonders stark ab. Hier kann man nur gegensteuern, indem man versucht, der Pflanze Stickstoff übers Blatt in Form von AHL zu geben. Damit kann man stickstoffmäßig wenigstens zum Teil die Zeit bis zum nächsten Regen überbrücken.

 
Winterweizen Trockenstress und N-Mangel

Auch der Weizen auf den guten Böden leidet zunehmend unter Trockenstress, wenn der Stickstoff nicht zur Wirkung kommt.

 

Raps und Wintergerste leiden aufgrund der nassen und oft verspäteten Bestellung und der durch die Kahlfröste im Februar/März oft sehr geschwächten und ausgedünnten Bestände noch weit stärker unter der Trockenheit. Auf den besseren Standorten der Region werden in diesem Jahr Mindererträge bei Raps von 30 bis 50 % und bei Gerste von 10 bis 40 % keine Seltenheit sein. Auf den leichten Standorten sieht die Situation noch weitaus schlimmer aus. Wenn die Trockenheit noch länger anhält, wird die Ernte hier auf manchen Schlägen kaum noch lohnen.

Raps - irreversible Trockenschäden auf leichten Böden

Raps – irreversible Trockenschäden auf leichten Böden

Die Ernte des Jahres 2011 wird wahrscheinlich zur schlechtesten Ernte seit der Wende avancieren – das ist schon mal abzusehen. Also hoffen wir wenigstens auf gute Preise – und auf baldigen Wetterumschwung.

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