Regen linderte die größte Not

Gott sei Dank fiel am 14. Mai endlich der langersehnte erste Regen nach 6 Wochen Trockenheit – noch nicht genug, aber immerhin sorgten die 6 bis teilweise 14 mm für eine erste Entspannung der Situation auf den Feldern. Endlich konnte auch der Stickstoff, der lange im Trockenen lag, zur Wirkung kommen. Das half den Pflanzen schon ein enormes Stück weiter. Inzwischen ist noch der eine oder andere Schauer gefallen, aber das Niederschlagsdefizit konnte damit natürlich lange noch nicht ausgeglichen werden. Und so hoffen wir weiter, z.B. auf ein regenreiches Wochenende. Auch wenn die große Dürre jetzt beendet ist – für viele Raps- und Getreidebestände kam der Regen zu spät. Es sind erhebliche Schäden entstanden, wie ich bereits in meinem letzten Beitrag beschrieben habe.

Der langersehnte Regen naht!

Der langersehnte Regen naht!

Nun gilt es, das zu erhalten, was uns die Trockenheit gelassen hat. Der Weizen hat zum Teil bereits mit dem Ährenschieben begonnen und sollte nun vor dem Regen seinen letzten Stickstoff bekommen, sofern noch nicht erfolgt. Der Krankheitsdruck im Getreide ist zur Zeit allgemein gering. Einzig Mehltau spielte bisher eine größere Rolle. Möglicherweise gab es durch die Schauer in den vergangenen Tagen einige Infektionen mit Septoria tritici, die sich aber meiner Meinung nach aufgrund der bisher extrem trockenen Witterung und damit Mangels an Infektionsmaterial durchaus in Grenzen halten dürften. Da außerdem in den letzten Tagen die erste Maßnahme mit tritici-wirksamen Fungiziden erfolgte, dürfte es hier in diesem Jahr keine Probleme geben. Auch Halmbruch ist in diesem Jahr nicht sonderlich stark ausgeprägt. Es gibt aber durchaus einige wenige Schläge (meist Weizen nach Weizen) wo stärkerer Halmbruchbefall festzustellen war und auch entsprechende Behandlungen erfolgt sind. Roste konnte ich bisher noch in keiner Getreideart feststellen, aber da kann sich insbesondere in Gerste, Roggen und Triticale (Grenado-Gelbrost) noch einiges entwickeln.

An Schädlingen findet man in diesem Jahr im Getreide bedeutend stärker als sonst und oft in bekämpfungswürdigem Umfang die Larven der Getreidehähnchen (siehe Foto). Blattläuse beginnen sich langsam aufzubauen.

Larve und Schadbild des Getreidehähnchens

Larve und Schadbild des Getreidehähnchens

Zuckerrüben und Mais stehen zur Zeit gut und haben bisher nicht unter der Trockenheit gelitten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.