Rapserdflöhe

Seit Wochenanfang ist der Hauptzuflug der Rapserdflöhe in vollem Gange.
Da sind sie wieder - die Rapserdflöhe!
Sie besiedeln die Rapsflächen sehr unterschiedlich stark. Gefährdet sind zur Zeit vor allem späte Rapse mit dünnen Beständen. Hier können sie starke Fraßschäden anrichten.
Bei starkem Befallsdruck können schwache Rapsbestände trotz Beizung stark geschädigt werden.
Bei starkem Befallsdruck reicht die Beizung gegen den Erdfloh nicht aus. Es muss trotzdem behandelt werden!
Rapserdfloh an einer Rapspflanze
Später bei größerem Raps schädigt der Rapserdfloh, indem er seine Eier in den Boden in der Nähe der Rapspflanzen ablegt. Die schlüpfenden Larven bohren sich in die Blattstiele der Blätter und wandern oft bis ins Herz der Pflanze, das sie dann zerstören. Die Folge ist, dass diese Pflanzen sich im Frühjahr nicht mehr strecken und sitzenbleiben. Der Schaden kann erheblich sein. Deshalb ist eine Insektizidbehandlung (günstigerweise in Verbindung mit Wachstumsreglern) in diesem Herbst wohl unumgänglich.
Uuups, hoppla, ausgerutscht!
Uuups, hoppla, ausgerutscht!!! 😉
 

4 Kommentare:

  1. Leider ist da wohl was fundamental durcheinander geraten. Auf den Bildern sehe ich keinen einzigen Erdfloh sondern ausschliesslich Glanzkaefer. Das ist keineswegs Einerlei und bedarf schon einer differenzierten Behandlung – alleine schon bzgl. Befallsschwelle. Bitte um sofortige Korrektur

  2. @ M.Mader

    aber das ist doch ohnehin Einerlei, die Insektizide werdens schon richten und auch die Glanzkäfer und natürlich auch die Bienen gleich mit vernichten. Hauptsache, die Bauern können jahrelang ihren Grund und Boden vergiften damit ja nix krabbelt oder rumflattert.

  3. Hallo Herr Mader und Herr/Frau GS,
    ich verstehe ja, dass Sie sich Sorgen um die Bienen machen. Das tue ich auch. Und es werden mit den Maßnahmen, die jetzt zum Beispiel gegen die Rapserdflöhe erfolgen müssen, auch keine Bienen umgebracht. Es wird jetzt auch kein Biscaya eingesetzt, sondern wenn es wirklich erforderlich ist, wird mit bienenungefährlichen Pyrethroiden behandelt. Auf den Rapsfeldern blüht derzeit nichts. Wie sollen die Bienen da zu Schaden kommen?
    Und was die Unterscheidung zwischen Rapsglanzkäfern und Rapserdflöhen betrifft, da können Sie mir schon glauben, dass ich mich auskenne. RGK sind wesentlich kleiner. Rapserdflöhe sind deutlich größer, haben an den Hinterbeinen richtig dicke, verstärkte Oberschenkel, weil sie nämlich springen (Der Name sagt es: Flöhe). Rapsglanzkäfer können nicht springen. Sie krabbeln wie ganz normale Käfer.
    Und: die Bauern sind keineswegs daran interessiert, ihren Grund und Boden zu vergiften. Denn davon leben sie ja. Deshalb bemühen sie sich nach Kräften, ihn zu erhalten und zu verbessern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Astrid Oldenburg

  4. dann wollen wir mal alle hoffen, das auch alle die Anwendungsvorschriften beachten und keine Tankmischungen einsetzen, dann könnte ganz schnell Schluß sein mit der sog. „Bienenungefährlichkeit“. Siehe auch http://www.isip2.de/coremedia/generator/Inhalt/Nachrichten/Deutschland/Brandenburg/Informationen_20f_C3_BCr_20Imker/Hinweis_20Feldbau_2008-2008,property=Dokument.pdf

    Ich habe auch nicht behauptet, das die Bauern ihren Grund und Boden vergiften wollen, sondern dass Sie es bereits unwissentlich tun, vor allem wegen der Verharmlosungsstrategie von Herstellern, Ämtern und Instituten. Wie könnte sonst irgendein Neonikotinoid den Status B4 (Bienenungefährlich) erreichen? Weil es z.B. als Beizmittel nur gegen Bodenlebewesen wirkt? Was bei uns als ungefährlich gilt, ist in vielen unserer Nachbarländer bereits verboten, und das zum Teil schon seit Jahren.
    Das sich die Bauern noch dazu selbst unkalkulierbaren Gesundheitsrisiken aussetzen, soltle am nauch nicht vergessen. Siehe hierzu http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/93671/index.html

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