Rapsanbau wird zum Risiko

Die Raps- und Getreidebestände auf den Feldern sind inzwischen wieder durchgegrünt und werden gegenwärtig mit Dünger versorgt. Bei noch relativ kühlen Temperaturen vollzieht sich das Wachstum langsam, aber stetig. Die allermeisten Bestände sind gut durch den Winter gekommen und auch ausreichend entwickelt. Der Raps hat aufgrund der trockenen Witterung im letzten Herbst deutlich bessere Wurzeln gebildet als im vergangenen Jahr – eine günstige Voraussetzung, um auch längere Trockenphasen gut zu überstehen.
In einigen Regionen Schleswig-Holsteins zeigten sich mit Vegetationsbeginn jedoch die Folgen eines sehr starken Rapserdflohbefalls im letzten Herbst. Viele Pflanzen weisen trotz Bekämpfung einen sehr hohen Besatz mit Rapserdflohlarven in den Blattstielen, manchmal bis ins Herz hinein, auf. Das ist sehr bedenklich, denn diese Tatsache weist bereits auf einen hohen Resistenzgrad des Rapserdflohs gegenüber Pyrethroiden in diesen Gebieten hin. Möglicherweise werden die Auswirkungen zur kommenden Ernte sich noch einmal in Grenzen halten. Aber was ist, wenn der Erdflohbefall im kommenden Herbst wieder so stark ist und es aufgrund der Resistenz keine Möglichkeit der Bekämpfung mehr gibt? – Dann ist der Rapsanbau hier am Ende! Und Alternativen sind rar gesät.

Die folgenden Fotos zeigen, wie es auf unseren Rapsfeldern in Zukunft möglichst nicht aussehen sollte:

Die Rapserdflöhe besiedeln im September und Oktober die Rapsfelder.

Die Rapserdflöhe besiedeln im September und Oktober die Rapsfelder.

Die Erdflohlarven minieren in den Blattstielen.

Die Erdflohlarven minieren in den Blattstielen.

Gefährlich wird es, wenn die Larven das Herz der Pflanze schädigen.

Gefährlich wird es, wenn die Larven das Herz der Pflanze schädigen.

Das kann zu einem Totalausfall der Pflanzen führen.

Das kann zu einem Totalausfall der Pflanzen führen.

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