Läusealarm!

 

 

In diesem Jahr ist nichts mehr so wie es immer war: Der erste Raps blüht zu Ostern statt im Mai, und die Blattläuse im Getreide fangen schon im März an, uns zu ärgern. Viele Blattläuse, die im letzten Herbst Gerste und Weizen besiedelt haben, waren mit dem Gerstengelbverzwergungsvirus infiziert. Sie haben sich fleißig vermehrt und beim Saugen das Virus auf die Pflanzen übertragen und sie geschädigt. Schaden durch Gerstengelbverzwergungsvirus

Foto links: Durch Gerstengelb- verzwergungsvirus geschädigter Getreidebestand

Ein Teil der Läuse hat den milden Winter – sofern man überhaupt von Winter sprechen kann – natürlich überlebt und sitzt jetzt virusbeladen im Getreide. Angeheizt durch die milden Frühjahrstemperaturen beginnen sie sich nun kräftig zu vermehren und die Getreidebestände weiter mit dem Virus zu verseuchen.

Auf etlichen Weizen- und Gerstenschlägen habe ich heute bereits einen Befall von mehr als 10% gefunden! Das heißt: Bekämpfungsrichtwert überschritten! Also gehen Sie mal Läuse zählen im Getreide – vielleicht werden Sie sich wundern!

Die Rapsglanzkäfer üben sich übrigens immer noch in vornehmer Zurückhaltung und fliegen nur sehr zögerlich in die Rapsbestände ein.

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