Herbstbestellung im Eiltempo

Es flutscht nur so auf unseren Feldern! Der Raps ist gut in den Boden gekommen und entwickelt sich sehr frohwüchsig und schnell. Die ersten Rapsbestände haben mittlerweile bereits das Vierblattstadium erreicht.  Aufgrund der guten Witterung und der günstigen Bestellbedingungen wurde in diesem Jahr auch wieder Anfang September mit der Weizenaussaat in größerem Umfang begonnen. Dabei ist der Herbst und milde Winter 2006/07 mit den Auswinterungsschäden der überwachsenen Bestände durch 3 Tage stärkere Wechselfröste im Januar 07 doch noch gar nicht so lange her! Auch ein gut Teil der Wintergerste ist bereits in der Erde. – Also hoffen wir auf einen kühlen Oktober und einen nicht gar zu milden Winter und auf keine starken Wechselfröste im Januar bis März …. dann sollte es trotzdem klappen.
Erinnerung an die Auswinterungsschäden im überwachsenen Winterweizen durch 3 Tage stärkere Wechselfröste im Januar 2007
Foto: Erinnerung an die Auswinterungsschäden im überwachsenen Winterweizen durch 3 Tage stärkere Wechselfröste im Januar 2007
Wie sieht’s nun aus mit Krankheiten und Schädlingen?
Getreide: Der erste Weizen läuft auf. Die Ackerschnecken halten sich hier aber bisher noch zurück, doch Vorsicht ist geboten. Denn zum Teil hatte sich im Altraps eine recht starke Schneckenpopulation entwickelt.
Auch auf Blattläuse muss wieder geachtet werden. Auf Durchwuchsgetreide sind bereits wieder Läuse zu finden. Es ist nur eine Frage der Zeit und des Wetters, bis sie auf die neue Saat überfliegen.
Raps: Die Ackerschnecken treten im Raps in diesem Jahr wesentlich schwächer auf als im vergangenen. Dennoch haben sie bereits den einen oder anderen Hektar auf dem Gewissen. Besonders beim späten Raps sollte man diese Tierchen noch nicht so schnell aus den Augen lassen!
Seit dem vergangenen Jahr sind auch die Rapserdflöhe bei uns wieder stärker heimisch geworden (siehe Foto unten).
Der Rapserdfloh wird wieder zur Gefahr für den Raps
Die Gelbschalenfänge liegen bis jetzt zwar noch unter Bekämpfungsrichtwert, aber der Befall nimmt zu. Bei andauerndem Befallsanstieg wird ein Insektizideinsatz unumgänglich sein.
In der kommenden Woche sollte im frohwüchsigen Raps, der dann das 4-Blatt-Stadium erreicht oder überschritten hat, mit dem Einsatz von Wachstumsreglern begonnen werden. Diese Maßnahme lässt sich gut mit der Bekämpfung von Durchwuchsgetreide kombinieren, sofern erforderlich. Und auch die Zugabe von Bor, Bittersalz, Mangan und eventuell Kupfer ist für die Nährstoffversorgung und zur Erhöhung der Winterfestigkeit sinnvoll.

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