Scharfer Augenfleck (Rhizoctonia)

Krankheiten Beschreibung

Lexikon der Getreidekrankheiten

Scharfer Augenfleck
eng. sharp eyespot

Nebenfruchtform: Rhizoctonia cerealis van der Hoeven.
Hauptfruchtform: Ceratobasidium cerealis Murray et Burpee.
Wirtspflanzen: Weizen, Gerste, Roggen, Triticale.
Symptome: Mit Schoßbeginn auf Blattscheiden längsovale, teilweise auch unregelmäßig, zackig geformte, schmal braun gerandete, helle Flecke. Gleich Symptome auch auf dem Halm mit beigem Zentrum. Wichtigstes Merkmal – scharfe Abgrenzung zum gesunden Gewebe, dadurch sehr auffallende Flecke, mehrere auf einem Halm. Halmbasis selten vermorscht, im Halminnern Myzel undeutlich. Auf den Flecken auch kleine (<0,5mm), flächige, hell- bis dunkelbraune Sklerotien.
Verwechslungsmöglichkeit: Halmbruchkrankheit.
Übertragung: Ernterückstände, Pilz ist bodenbürtig.
Befallsbegünstigende Bedingungen: Kulturfehler, höhere Temperaturen.
Diagnosehinweis: schmal dunkelbraun gesäumte Augenflecke auf Blattscheide und Halm.
Bemerkung: Krankheit wurde jahrelang nur vereinzelt beobachtet. In den letzten Jahren hat Rhizoctonia cerealis in den Getreidebeständen in Deutschland aber stark zugenommen.
(Quelle: Text: „Krankheiten und Schädlinge des Getreides“; Rhone-Poulenc Agro GmbH; 2. Aufl.1995)

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