Netzflecken

Krankheiten Beschreibung

Netzfleckenkrankheit
eng. net blotch, spot blotch

(Foto: Bayer CropScience)

Nebenfruchtform: Drechslera teres (Sacc.) Shoemaker.
Hauptfruchtform: Pyrenophora teres Drechsler.
Wirtspflanze: Gerste, vereinzelt Weizen, Roggen.
Symptome: Primärsymptome (vom Saatgut ausgehend) im 2-3 Blattstadium auffallend: grüngrauer, länglicher Fleck, dunkelbraun verfärbt mit umfangreichen Vergilbungen (1 cm und größer), Blattspreite an Befallsstelle abgeschnürt, vergilbt und stirbt ab. Hier Konidiesporulation, windbürtig. Gegen Ende des Schossens auf Blättern meist streifenförmige Flecke, hell- bis dunkelbraun mit hellerer Musterung teilweise (10-20 x 1-2 mm), an den Enden u-förmig. Durch Phytotoxinbildung schnell mit Vergilbungen umgeben. Bereits geringer Bedeckungsgrad kann zum Vergilben und Absterben der Blätter führen. Es wird zwischen 2 Typen (Netz- und Fleck (spot)-) unterschieden. Manchmal auch uneinheitliche Symptome. Befall an Blattscheiden (braune, strichförmige Nekrosen) und unspezifisch an Spelzen und Grannen (kleine, braune Flecke) möglich.
Übertragung: Saatgut, Ausfallgetreide, oberirdische Ernterückstände, Konidien und Askosporen windbürtig.
Befallsbegünstigende Bedingungen: Perioden mit reichlichen Niederschlägen bei 15-20°C, Sortenanfälligkeit.
Diagnosehinweis: Nekrosen bleichen nicht aus, auf Nekrosen meist nur wenige Konidien. Sporulation in feuchter Kammer (Tageslicht, besser UV-Licht, 15-20°C) nach 4 Tagen Konidien an dunkelen, einzelnen oder in Gruppe (2-3), bürstenartig abstehende Konidienträger (bis 200 µm, mit erkennbar!). Konidien subhyalin bis strohfarben, zylindrisch, grade, 4-6 Distosepten, Hilum deutlich ausgebildet (9-120 x 19-21 µm).
Bekämpfung: Fungizid, Saatgutbeizung.
(Quelle: Text: „Krankheiten und Schädlinge des Getreides“; Rhone-Poulenc Agro GmbH; 2. Aufl.1995)
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