Gerstengelbmosaik

Krankheiten Beschreibung

Gerstengelbmosaik-Virus (BaYMV)
eng. barley yellow mosaic virus

(Foto: Bayer CropScience)

Wirtspflanzen: Gerste.
Symptome: Ab März/April chlorotische oder hellgrüne Streifen parallel zu den Blattnerven, bei einiegen Sorten auch Nekrosen. Am 3. Blatt Symptombeginn, Blätter auch gerollt und dadurch aufrechte Haltung, Vergilbung von der Blattspitze beginnend. Im Bestand gelbe Befallsnester schon von weitem auffallend. Vermindertes Wurzelwachstum und stark reduzierte Ährenbildung. Mosaiksymptome nur etwa 2-3 Wochen gut zu beobachten.
Verwechslungsmöglichkeit: Nässeschäden, Pythium-Befall.
Übertragung: Vektor bodenbürtiger Pilz Polymyxa graminis Led.; Boden über viele Jahre verseucht, Übertragung des verseuchten Bodens mit Geräten.
Befallsbegünstigende Bedingungen: Anhaltende Bodenvernässung begünstigt die Entwicklung des Vektors, Temperaturen unter 5°C fördern die Vergilbung, Temperaturen über 15°C führen zu einer Maskierung des Virus, die Pflanzen bleiben symptomlos.
Diagnosehinweis: Nachweis mit ELISA möglich (Pflanzenschutzamt fragen).
Bekämpfung: Anbau von virusresistenten Wintergerstensorten.
Bemerkung: Schwere Verlustemöglich (10-90 %), resistente Sorten sind bei Bodenverseuchung erforderlich.
(Quelle: Text: „Krankheiten und Schädlinge des Getreides“; Rhone-Poulenc Agro GmbH; 2. Aufl.1995)

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