Die Ernte steht vor der Tür

Im Süden und in der Mitte Deutschlandes hat die Wintergerstenernte bereits begonnen. In unserer Region haben wir noch etwa 10 Tage Zeit, aber dann rollen auch hier die Mähdrescher über die Felder –  wenn es das Wetter denn zulässt. Aber das hoffen wir wohl. Denn nach Hitze und Trockenheit von April bis Anfang Juni haben wir jetzt ausreichend Regen bekommen (in den letzten 3 Tagen immerhin 45 mm und örtich deutlich mehr!), so dass nun eigentlich langsam mal eine normale Witterung und kein Extrem an der Reihe wäre. Will man dem Wetterbericht glauben, dann sieht das ja auch durchaus so aus.

Sicher werden die Erträge auch hier in diesem Jahr sowohl bei Raps als auch bei Getreide unterdurchschnittlich sein. Dazu war die Trockenphase im Frühjahr nach dem nassen und ungünstigen Herbst einfach zu lang. Aber da Getreide und Raps weltweit  eher knapp und auch anderswo keine Rekordernten zu erwarten sind, dürften sich wenigstens die Preise auf akzeptablem Niveau halten.

Was gab es in den letzten Wochen auf dem Acker zu beobachten?

Raps:

Klatschmohn im Raps

„Blühende Landschaften“ – Mohn im Rapsacker

Solche Bilder sind in diesem Jahr durchaus nicht selten – geschuldet dem nassen Herbst und den oft schwachen Rapsbeständen, die der Unkraut- oder besser Wildkrautkonkurrenz  (denn schließlich ist es ja irgendwo auch ein schöner Anblick, oder?) nur wenig entgegenzusetzen haben.

 

Phoma Lingam im Raps am Kopf der Wurzel dieses Jahr auffällig stark

Phoma Lingam im Raps am Kopf der Wurzel dieses Jahr auffällig stark

Phoma Lingam im Raps am Kopf der Wurzel dieses Jahr auffällig stark

Vermorschungen am oberen Teil der Wurzel im Raps sind in diesem Jahr auffällig stark. Sie sind zum größten Teil durch Phoma Lingam unter den nassen Bedingungen des vergangenen Herbstes entstanden. Ob sich diese Vermorschungen in vorzeitiger Abreife auswirken werden, hängt vom weiteren Witterungsverlauf ab.

 

 

 

 

 

 

 

Getreide:

WW JB Asano mit Pseudo Black Chaff

WW JB Asano mit Pseudo Black Chaff

In letzter Zeit fielen besonders in den Weizensorten JB Asano und Inspiration dunkle Verfärbungen auf den Ähren und Spelzen auf (siehe Foto). Hierbei handelt es sich allerdings um keine Krankeit, sondern die Verfärbungen (auch als Pseudo Black Chaff bezeichnet) sind lediglich eine genetische Störung und werden nicht ertragswirksam. Mehr dazu finden Sie auf der Internetseite des Züchtervertriebes .

Für Rüben und Mais waren die Witterungsbedingungen der letzten Wochen sehr zuträglich und sie entwickeln sich dementsprechend gut.

 

 

 

 

Ein Kommentar:

  1. Pingback:Wieder Umfaller im Raps - Agrarservice.de

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