Das Gelbmosaikvirus Typ 2 breitet sich aus

Wenn man in letzter Zeit in Nordwestmecklenburg durch die Lande fährt, fallen auf (zum Glück bisher nur) einigen wenigen Wintergerstenschlägen seltsame gelbe Flecken ins Auge, die nicht von stauender Nässe oder von Strukturschäden herrühren:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schaut man sich die gelblichen  Pflanzen genauer an, fallen auf den jüngeren Blättern gelbliche Strichel auf:

Das sind die Symptome des Gerstengelbmosaikvirus. Die bodenbürtigen Viren werden durch den Pilz Polymyxa graminis Led. übertragen, der in fast allen Böden weit verbreitet ist. Das bedeutet, dass die Verbreitung des Gelbmosaikvirus von Schlag zu Schlag vor allem durch Bodenbearbeitungsgeräte, aber auch durch den Wind erfolgen kann.

Beim Gelbmosaikvirus gibt es 2 Typen: Typ 1, der schon länger bekannt und weit verbreitet ist, gegen den aber mittlerweile fast alle gebräuchlichen Sorten resistent sind, so dass er keine Gefahr mehr darstellt. Der Typ 2 dagegen, der dieselben Symptome wie Typ 1 aufweist,  tritt bisher nur vereinzelt und regional auf – z.B. in Schleswig-Holstein in der Region um Kastorf im Kreis Herzogtum Lauenburg. Aber in diesem Jahr beobachte ich ihn nach etlichen Jahren auch wieder hier und da in Nordwestmecklenburg. Gegen den Typ 2 gibt es bisher nur einige wenige resistente Sorten wie z.B. Joker, Keeper oder Kathleen.

Mehr zur Schadwirkung des Gerstengelbmosaikvirus erfahren Sie hier:

http://agrarservice.de/picts24/getreidekrankheiten/gerstengelbmosaik/

Weitere Fotos zum Gerstengelbmosaikvirus können Sie sich auf www.landfotos.de anschauen:

http://astro23936.jalbum.net/Landfotos.de/Getreide/gelbmosaik/index.html

 

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