Achtung, wieder Gelbrost im Weizen!

Aufgrund der relativen Trockenheit im Norden während der letzten Wochen war der Infektionsdruck mit Septoria tritici und Mehltau im Weizen relativ schwach und kaum Fungizidmaßnahmen notwendig. Daher sind die meisten Bestände zur Zeit ohne Fungizidschutz, der eigentlich erst nach den nächsten größeren Niederschlägen wieder aufgefrischt werden müsste – wenn uns nicht der Gelbrost einen Strich durch die Rechnung machen würde 🙁 . Schon seit 2014 tritt er in Deutschland besonders in Triticale und einigen anfälligen Weizensorten wieder jedes Jahr verstärkt auf. Der milde Winter 2013/14 zusammen mit der Entstehung neuer, besonders aggressiver Gelbrostrassen ermöglichte dem Gelbrost einen neuen Siegeszug auf den europäischen Getreidefeldern. So auch in diesem Jahr. Natürlich wurden in der Regel bei Erstbefall in Triticale und anfälligen Weizensorten (besonders KWS Loft, JB Asano, Discus, Akteur, Rumor, Meister und Kometus) entsprechende Fungizidmaßnahmen durchgeführt, aber das ist oft schon eine ganze Weile her, und der Gelbrost schläft nicht. So lässt sich in den letzten Tagen wieder Neubefall in den betroffenen und länger nicht mehr behandelten Sorten feststellen. Bei Befall mit Gelbrost sind umgehend Schutzmaßnahmen notwendig, da diese Krankheit sich unter günstigen Bedingungen sehr schnell und epidemieartig ausbreiten kann.

Gelbrostpusteln im Weizen

Gelbrostpusteln im Weizen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weizenbestand mit Gelbrostbefall

Weizenbestand mit Gelbrostbefall

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