2017- schwierige Ernte und schwierige Herbstbestellung

2017 ist durch die verregnete Ernte und die nasse Herbstbestellung ein sehr schwieriges Jahr für die Bauern.

2017 ist durch die verregnete Ernte und die nasse Herbstbestellung ein sehr schwieriges Jahr für die Bauern.

Ernte und Herbstbestellung 2017 werden wahrscheinlich allen Landwirten in schlechter Erinnerung bleiben: Es begann schon mit der Wintergerste, die zwischen den Regenschauern und Tiefdruckgebieten förmlich vom Acker gestohlen werden musste. Wer jetzt an Besserung glaubte, irrte gewaltig. Das Wetter blieb so, und es wurde sogar noch schlimmer. Während die Wintergerste noch durchschnittliche Erträge brachte, folgte beim Raps im zweiten Jahr hintereinander eine Missernte -bedingt durch die Witterung und teilweise nicht mehr bekämpfbaren Krankheiten und Schädlinge. Viele Rapserträge in MV uns Schleswig-Holstein lagen zwischen 25 und 38 dt/ha. Erträge über 40 dt/ha waren rar gesät.
Beim Winterweizen lagen die Erträge in diesem Jahr ca. 10 % unter unter den mehrjährigen Durchschnittserträgen. Dazu kamen oftmals Probleme mit niedrigen Hektolitergewichten und schlechten Fallzahlen durch die dauerhaft nasse Witterung, so dass viele Partien nur noch als Futterweizen taugten. Auch Ährenfusarium spielte bei einigen Sorten eine Rolle. Probleme mit der Keimfähigkeit bei Partien für die Saatguterzeugung sind oftmals hierauf zurückzuführen. Zu allem kommen dann noch die niedrigen Erzeugerpreise auf dem Weltmarkt für Getreide und Raps. Aber damit ist das Maß immer noch nicht voll. Als ob die Landwirte es in diesem Jahr nicht schon schwer genug haben, gestaltet sich die Herbstbestellung ähnlich schwierig wie die Ernte. Beim Raps konnten aufgrund des nassen Wetters nur ca. 70 % der geplanten Flächen bestellt werden, und das meist auch mehr schlecht als recht. Viele Rapsflächen befinden sich Ende September erst im 2-Blatt-Stadium und entwickeln sich aufgrund der schlechten Bestellbedingungen nur sehr langsam. Rapserdflöhe und Ackerschnecken machen den Beständen zusätzlich schwer zu schaffen.
Auch die Bestellung der Wintergerste war aufgrund der eigentlich zu feuchten Böden zumindest auf den schwereren Standorten oft grenzwertig. Auch hier konnten nicht alle geplanten Flächen bestellt werden. Für den Weizen werden die Bedingungen für die Aussaat nun endlich besser. – Noch ein paar trockene Tage, und dann ist das Schlimmste geschafft. Zumindest ein freundlicher Lichtblick! 🙂

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